Archiv des Autors: erhard.belz

Mein Flug zum roten Planeten: Mars „Insight“ Lander

 

Am 26. November 2018 um 20.53 Uhr (MEZ) ist die Landung einer „Landeinheit“ der NASA „InSight“-Mission auf dem Mars geglückt. Mit an Bord ist eine deutsche „Rammsonde“ und ein französischer Seismometer.

Knappe sieben Minuten „des Grauens“ dauerte die hochkomplexe Landung, die zu den riskantesten Raumfahrtmanövern überhaupt zählt. Übrigens: Rund 60 Prozent aller Marsmissionen scheitern.

Foto: NASA

Als Landestelle wurde von der NASA deshalb auch ein relativ geröllfreies Gebiet in der Ebene Elysium Planitia ausgesucht, um die Mission möglichst wenigen Risiken auszusetzen. Zuvor musste der Mars Lander allerdings durch die Marsatmosphäre. Bei der etwa 7-minütige Landephase erhitzte sich das Schutzschild von „InSight“ auf rund 1500 Grad Celsius!

„InSight“ war am 5. Mai diesen Jahres mit einer Atlas-V-Rakete von der Vandenberg Air Force Base in Kalifornien gestartet.

(Foto: NASA)

„Send Your Name to Mars“

An Bord des Lander befinden sich zwei Chips in der Größe einer 10-Cent Münze mit den Namen von insgesamt 2,4 Mill. Erdenbürger, die sich an der NASA-Kampagne „Send Your Name to Mars“ beteiligten. Alle „Mitflieger“ besitzen einen offiziellen „Boarding Pass“ der NASA.

Montage „Chip I“ im November 2015 (Foto: NASA)

Auf Chip I befindet sich mein Name und der von weiteren 826.922 Mars Fans, die sich in einem Zeitfenster von 22 Tagen zwischen August und September 2015 bei der NASA registrierten. Chip I wurde im November 2015 auf dem Deck des Lander montiert (siehe Foto links). Der Start der Atlas-V-Rakete war ursprünglich für den März 2016 geplant.

Am 22. Dezember 2015 wurde der Start wegen eines bis zum geplanten Startdatum nicht reparablen Lecks im französischen Seismometer SEIS verschoben.

Am 23. Januar 2018 montierter „Chip I und II“ (Foto: NASA)

Am 9. März 2016 kündigte die NASA an, das nächste Startfenster im Mai 2018 zu nutzen, was dann am 5. Mai 2018 realisiert wurde. Aufgrund des verschobenen Starttermins vom März 2016 wurde das Registrierungsportal der NASA noch einmal geöffnet, was zur Folge hatte, dass sich weitere 1,6 Mill. Mars Fans einen „Boarding Pass“ sicherten. Dieser Personenkreis wurde in Chip II gespeichert und am 23. Januar 2018 auf dem Lander montiert (siehe Foto).

Position Chip I und II auf dem Lander (Foto: NASA)

Wenn der NASA-Lander den Mars erreicht, hat er insgesamt rund 485 Mill. km zurückgelegt.

Die Wissenschaftler erhoffen sich durch die InSight-Mission, bei der erstmals ein Bohrer in tiefere Schichten des Marsboden vordringen wird, neue Erkenntnisse – auch über die Entstehungsgeschichte unserer Erde. (Autor: Erhard Belz)

Mehr zur „Insight“ Mission hier…

Siehe auch „Kinzigtal-Nachrichten“ vom 6.11.2017 hier…

Ausstellung „Wir flogen zum Mond und entdeckten die Erde.“

Der Sinntaler Handschriftensammler und Weltraum-Enthusiast Erhard Belz präsentierte von Juni bis August 2016 seine Autogramme, Modelle, Space-Hardware und „Space-Flown-Artefakte“ aus 60 Jahren Raumfahrtgeschichte im Museum Brüder Grimm-Haus Steinau. Mit dabei: Die PACO – Paul GmbH & Co. KG aus Steinau.

banner-ausstellung-weltraum-steinau-2016-redSeit Anfang der 90er Jahre sammelt der Sinntaler Erhard Belz Autogramme und Exponate aus der Raumfahrt. Nun zeigt er erstmals in den Räumlichkeiten des Brüder Grimm-Hauses unter Leitung von Burkhard Kling ausgewählte Stücke aus rund 60 Jahren Raumfahrtgeschichte.

Auch die Firma PACO – Paul GmbH & Co. KG – aus Steinau, Lieferant für die Luft- und Raumfahrtindustrie, beteiligt sich mit einer Produktauswahl.

Zu sehen sind in der Weltraumausstellung Unterschriften von Hermann Oberth und weiteren deutschen Raketenpionieren, die später im Team von Wernher von Braun, dem Vater der Mondrakete, Raumfahrtgeschichte schreiben sollten. Zu den gezeigten Exponaten der frühen Raumfahrttage zählt auch ein Raketenspitze einer „Aggregat 4“, von der NS-Propaganda später „Vergeltungswaffe V2“ genannt.

neil-armstrong-unterschriftWeiter Autogramme vom ersten Menschen im Weltall, Juri Gagarin, der ersten Frau im Weltall, Valentina Tereschkowa und dem ersten „Weltraumspaziergänger“ Alexej Leonov belegen die Vorreiterrolle der damaligen Sowjetunion im beginnenden „Space Race“. US-Präsident Kennedy nahm den Wettkampf um die Vorherrschaft im Weltall an und verkündete Anfang der 60er Jahre das wagemutige Mondlandeprogramm „Apollo“. Von Kennedy wird eine Unterschrift aus seiner Zeit als US-Präsident gezeigt und auch von Neil Armstrong, dem ersten Menschen auf dem Mond.

„Apollo 8“ geflogenes Checklistenblatt

apollo-8-checkliste-titelIn der Ausstellung in Steinau sind chronologisch die großen Ereignisse der Raumfahrt von Anbeginn über die Mondlandung bis zur heutigen Internationalen Raumstation (ISS) in Wort und Bild dokumentiert. Highlights der Ausstellung sind ein Original Checklistenblatt der „Apollo 8“-Mission. Es war beim ersten Flug der Menschen zum Mond dabei und trägt die Unterschrift von James Lovell, dem späteren Kommandanten von Apollo 13. Zu sehen sind u.a. auch Hitzeschildfragmente historischer Missionen und eine echt geflogene Kosmonautenpost, die beim ersten Flug eines Deutschen im Weltall mitgeflogen ist.

Ein weiterer interessanter Weltraumbeleg ist mit der europäischen Trägerrakete Ariana 5 gestartet, mit dem Raumtransporter ATV zur ISS weitergeflogen und wurde beim letzten Flug eines Space Shuttle wieder mit auf die Erde gebracht.

Space Shuttle “Columbia” geflogener Crewpullover

sts-55-pulloverBesonders stolz ist Belz, den Besuchern sein persönliches Lieblings-Exponat zu präsentieren. Es handelt sich um einen Crew-Pullover der 55. Space-Shuttle-Mission, besser bekannt als „Zweiten deutsche Spacelab-Mission D2“ aus dem Jahre 1993. Das Kleidungsstück trug der US-Pilot des Space Shuttle „Columbia“, Tom Henricks, während seines Aufenthaltes im Erdorbit. Das gute Stück flog insgesamt 6.701.602,926 Kilometer (160 Erdumrundungen), was in etwa 9 Flügen zum Mond (Hin- und Rückflug) entspricht.

Abgerundet wird die Ausstellung mit einem Blick zum Mars, oder besser vom Mars und den Zukunftsperspektiven rund um die neue Mond- und Marsrakete der Amerikaner, dem „Space Launch System (SLS).

Jubiläum: „20 Jahre Ariane 5 – eine europäische Erfolgsstory“

Der erste Start einer Ariane 5 war am 4. Juni 1996. Nach einer sehr kurzen Flugdauer drohte die Rakete aufgrund hoher aerodynamischer Kräfte, bedingt durch einen abrupten Kurswechsel, auseinander zu brechen. Die Rakete sprengte sich selbst. Nachträglich stellte man fest, dass der Absturz durch einen Softwarefehler entstanden war. Man hatte einfach von der Ariane 4 Teile der Software übernommen, obwohl diese für die neue Rakete gar nicht notwendig waren. Der Schaden betrug etwa eine halbe Milliarde US-Dollar. Dieser Fehlschlag gilt seither als der teuerste Softwarefehler aller Zeiten. Was folgt ist eine Erfolgsstory für die europäische Raumfahrt. Was nämlich für die Russen ihre „Sojus“ ist, ist für die Europäer ihre „Ariane 5“, ein Arbeitspferd zum Transport schwerer Lasten, hautsächlich Satelliten, ins All.

Steinauer Unternehmen PACO lieferte „Blasenfalle“ für die Ariane 5

blasenfalle-ariane-5Auch in Steinau gibt es ein Unternehmen, welches als Lieferant für Luft- und Raumfahrt qualifiziert ist und einen kleinen Teil des Erfolges der Ariane 5 für sich verbuchen darf. So lieferte die Metallgewebe und Filterfabrik PACO Paul GmbH & Co. KG eine spezielle Filterkomponente für die Treibstofftanks der obersten Ariane-Stufe, die in der Schwerelosigkeit störungslos funktionieren müssen.

Damit das hoch komplexe Antriebs- und Steuerungssystem im All perfekt arbeitet, dürfen sich im Treibstoff für die Antriebssysteme keine Gasbläschen befinden, die zu Störungen führen könnten. Um dies zu verhindern kam aus der Fertigung von PACO eine Art „Blasenfalle“, die praktisch Luft aus dem Treibstoff „siebt“. Das Bauteil wurde komplett in Steinau konfektioniert, gefertigt und qualitätskontrolliert.

PACO auch auf dem roten Planeten – Mit 400 „mesh“ über den Mars!

Foto: NASA

Der mittlerweile schon berühmte Mars-Rover „Curiosity“ hat übrigens auch Steinauer Teile an Bord. Zu den Aufgaben des seit rund drei Jahren auf dem Mars arbeitenden Rovers in Kleinwagengröße gehört u.a. das Sieben von Mars-Bodenproben direkt vor Ort. Von allen Siebgewebe-Herstellern der Welt auf der Welt wurde die Fa. PACO ausgewählt, „Curiosity“ entsprechend auszustatten.

Der Mars-Rover ist an seiner Vorderseite mit einem circa zwei Meter langen Roboterarm ausgerüstet. Mit dessen drei Gelenken lässt er sich ähnlich dem menschlichen System aus Schulter-, Ellenbogen- und Handgelenk bewegen. So können Instrumente sehr gezielt und nah zu den Zielobjekten auf dem Marsboden gelenkt werden.

siebgewebe-curiosityAm vorderen Ende des Roboterarms befinden sich ein Bohrsystem, eine Baggerschaufel, eine Bürste und ein PACO-Sieb mit Auffangbehältern. Dieses Instrumentarium ist auch dazu in der Lage, Bodenproben aus tieferen Schichten zu gewinnen und Löcher in Felsen zu bohren. Das Material eines Bohrkerns wird jeweils pulverisiert, um dann zum Filtersystem befördert zu werden. Es verfügt ebenfalls über mehrere Siebe mit PACO-Geweben (400 mesh = 24.000 Maschen pro Quadratzentimeter = und feiner).

Alles in allem ist PACO damit Teil des komplexesten und produktivsten Forschungssystems, das bislang in der Weltraumforschung eingesetzt wurde und wird – von der erdnahen Internationalen Raumstation ISS einmal abgesehen.

50 Jahre bemannte Raumfahrt

Anlässlich des 50. Jahrestages der bemannten Raumfahrt im Jahre 2011 veranstaltete die National-Aerospace-Sinntal eine große Weltraumausstellung in Fulda. Veranstalter waren neben der NASS, das Vonderau Museum und die Mercedes-Benz Niederlassung aus Fulda.

Freundlicherweise hatte das Autohaus die Räumlichkeiten gestellt, um das Highlight der Ausstellung würdig zu präsentieren: Die Promotion-Rakete zum Filmstart des Blockbusters „Apollo 13“ mit Tom Hanks in der Hauptrolle, Der 2:3 Nachbau des Kommando- und Servicemoduls des Apollo 13 Raumschiffes war zuvor von der Mercedes-Crew aufwendig restauriert worden.

Danke der Mercedes-Benz Niederlassung, den Leihgebern der Kapsel Manfred und Sebastian Voltmer, den Mitarbeitern des Museums und den vielen helfenden Händen der NASS.

Impressionen von den Restaurierungsarbeiten:

Impressionen von der Ausstellungseröffnung am 12. April 2011

Impressionen Ausstellung „50 Jahre bemannte Raumfahrt 1961-2011“

Alexander Gerst 11. Deutscher im Weltall

… und 3. Deutscher auf der ISS

gerst-eb

11. Deutscher im All: Alexander Gerst (r.) mit Erhard Belz.

Alexander Gerst, vom 28. Mai bis 10. November 2014 auf der ISS tätiger Astronaut, ist der 11. Deutsche im All. Zugleich ist er nach Thomas Reiter und Hans Schlegel der 3. Deutsche auf der internationalen Raumstation.

Als  Wissenschaftsastronaut und Bordingenieur der Mission „Blue Dot“ hat Gerst rund 100 Experimente aus den verschiedensten Bereichen von der Materialphysik über die Raumfahrtmedizin bis hin zu Biologie durchgeführt. Höhepunkt seiner Mission war ein Außenbordeinsatz.

IMG_5486-bDer Start des 11. Deutschen ins Weltall war am 28. Mai 2014 reibungslos über die Bühne gegangen und die Landung am 10. November nach 165 Tagen im All ebenso. Der Flug hatte die Missionsbezeichnung „Blue Dot – Shaping the future“ (Expeditionen 40/41 zur ISS) und erfolgte mit Raumfschiff Sojus TMA-13M. Es war der 39. Besuch eines Sojus-Raumschiffs auf der ISS und der 145. Flug im Sojusprogramm werden.

Start-/Lande-Crew (Besatzung):

  • Maxim Wiktorowitsch Surajew (2. Raumflug), Kommandant, (Roskosmos/Russland)
  • Gregory Reid Wiseman (1. Raumflug), Bordingenieur, (NASA/USA)
  • Alexander Gerst (1. Raumflug), Bordingenieur, (ESA/Deutschland) – Nr. 5 NASS-Flagge

Backup Crew (Ersatzmannschaft):

  • Terry Virts (NASA/USA)
  • Anton Schkaplerov (Roskosmos/Russland) – Nr. 1 NASS-Flagge
  • Samantha Cristoforetti (ESA/Italien)

Die Fakten auf einen Blick:
Start: 28. Mai 2014
Startzeit: 21.56 (MEZ)
Startplatz: Baikonur LC-1
Ziel: Raumstation ISS
Andocken ISS: 29. Mai 2014 – 3.44 (MEZ)
Luckenöffnung: 29. Mai 2014 – 5.52 (MEZ)
Missionsdauer: 166 Tage
Landung: 10. November 2014 – 4.58 (MEZ)
Landeplatz: Kasachstan

Mehr Infos auf den Seiten der DLR hier…

NASS beteiligte sich am Museumstag

kn_museumstag2014_5_katViel Interesse und viele Fragen zur Raumfahrt beim Internationalen Museumstag!

„Sammeln verbindet – Museums Collections make Connections“ war das Motto des diesjährigen Internationalen Museumstag.

Die National-Aerospace-Sinntal (NASS) beteiligt sich am Museumstag in Schlüchtern mit einer Ausstellung und dem Schwerpunkt „Space-Flown-Artifacts“. Zahlreiche Besucher ließen sich von Flight-Director Erhard die Exponate erklären, die nachweislich im All geflogen sind. Dazu gehörte auch eine US-Flagge, die beim Jungfernflug des Space-Shuttle Columbia im Jahre 1981 mit an Bord war.

kn_museumstag2014_6_katJung und Alt wurden auch darüber informiert, dass Sie den Start von Alexander Gerst am 28. Mai nicht verpassen sollten. Auch Fragen wie: „Was geschieht mit der ISS, wenn die Russen aus dem Programm aussteigen?“ konnten fachkundig beantwortet werden.

Nebenbei konnten die Besucher Original Weltraum-Eis der NASA verkosten.

 

 

 

Apollo Splashdown

apollo-13-splashdownNoch niemals wurde der Moment gezeigt, bei dem die Apollo-Kapsel nach dem Wiedereintritt in die Erdatmosphäre auf der Wasseroberfläche landet.

apollo-13-splashdown-rohbildDies gelang jetzt NASS-Commander Karl Christian. Ein mit Wasser gefülltes Miniaquarium diente als Pazifik und ein Modell als Kapsel. Der Splashdown wurde fotografiert und mit einem Bildbearbeitungsprogramm nachbearbeitet.

So entstand eine Aufnahme, die sehr nahe an der Realität ist.

NASS-Face in Space

Mitglieder der NASS auf historischer Mission!

Microsoft Word - Dokument1Die NASA hat allen Weltraumfans die Gelegenheit geboten, ins All zu fliegen. Auf ihrer offiziellen Website konnten Bilder „upgeloadet“ werden. Die Bilder wurden auf eine „Black Box“ gespeichert und mit dem Space Shuttle ins Weltall befördert.

Bei der historischen letzten Mission des Space Shuttles Atlantis (STS-135) vom 8. bis 21. Juli 2011 zur Internationalen Raumstation (ISS) war die NASS dabei!

 

Die NASS Flagge und ihre Unterschriften

Die Vereinsfahne der National-Aerospace-Sinntal trägt mittlerweile schon zehn Unterschriften von Kosmonauten und Astronauten. Wir hoffen, dass bei den nächsten Space Events noch einige hinzukommen.

flagge-mit-nummern

Ihren Namenszug auf die NASS Flagge gesetzt haben bisher:

  1. Anton Schkaplerow (20.02.1972, Sewastopol/Ukrainische SSR)
    Kommandant des letzten Sojus-TMA-Raumschiffs zur ISS (Sojus TMA-22 / 2011)
  2. Sergej Wolkow (01.04.1973, Tschugujew/Ukrainische SSR)
    Kommandant der 17. Langzeitbesatzung auf der ISS (Sojus TMA-12 / 2008), Bordingenieur der ISS Expedition 28 und 29 (Sojus TMA-02M / 2011)
  3. Michel Tognini (30.09.1949, Vincennes/Frankreich)
    Wissenschaftskosmonaut auf der russischen Raumstation Mir (Sojus TM-15 / 1992), Missionsspezialist auf der „Columbia“ mit Aussetzen eines Röntgenteleskops im Erdorbit (STS-93 / 1999)
  4. Sergej Krikaljow (27.08.1958, Leningrad/Russische SFSR)
    Bordingenieur auf der Mir mit 151 Tagen im All (Sojus TM-7 / 1988/89), zweiter Flug zur Mir mit 311 Tagen im All und sieben Außenbordeinsätze (Sojus TM-12 / 1991/92), Missionsspezialist auf der „Discovery“ und erster Russe der mit einem Space Shuttle startete (STS-60 / 1994), vierter Flug als Missionsspezialist mit „Endeavour“ und Montage der beiden Module Sarja und Unity zur ISS (STS-88 / 1998), fünfter Raumflug und Bordingenieur der ersten Stammbesatzung der ISS mit 140 Tagen im All (Sojus TM-31, ISS-Expedition 1 / 2000/01), sechster und letzter Flug zur ISS als Kommandant und mit 803 Tagen im All Langzeitrekordinhaber (Sojus TMA-6, ISS-Expedition 11 / 2005)
  5. Alexander Gerst (03.05.1976, Künzelsau/Baden-Württemberg)
    Flug als Bordingenieur zur ISS im Mai 2014 und Rückkehr im November 2014 nach 165 Tagen. 1 Außenbordeinsatz am 7. Oktober 2014 mit 6 Stunden und 13 Minuten. Dritter Deutscher nach Schlegel und Reiter auf der internationalen Raumstation
  6. Thomas Reiter (23.05.1958, Frankfurt am Main)
    Euromir 95 mit ersten Außenbordeinsätzen eines deutschen Raumfahrers (Sojus TM 22 / 1995); ISS-Expedition 13 und erster Langzeitbesatzer der ESA auf der ISS (STS-121 / 2006); z.Zt. ESA-Direktor für Bemannte Raumfahrt und Missionsbetrieb in Darmstadt
  7. Hans Schlegel (03.08.1951, Überlingen/Baden-Württemberg)
    Nutzlastspezialist der zweiten Deutschen Spacelab-Mission D2 auf „Columbia“ und Weltraumlabor Spacelab (STS-55 / 1993); mit „Atlantis“ und ESA-Forschungsmodul „Columbus“ zur ISS (STS-122 / 2008)
  8. Sigmund Jähn (13.02.1937, Morgenröthe-Rautenkranz/Vogtland)
    Forschungskosmonaut mit drittem „Interkosmos“-Flug zur sowjetischen Raumstation Saljut 6 und damit erste Deutscher im Weltall (Sojus 31 / 1978)
  9. Vladimir Remek (26.09.1948, České Budějovice/Tschechoslowakei)
    Forschungskosmonaut auf erstem „Interkosmos“-Flug zur sowjetischen Raumstation Saljut 6 und damit erster Europäer im Weltall (Sojus 28 / 1978)
  10. Wladimir Kowaljonok (03.03.1942, Beloje/Weißrussische SSR)
    Flug als Kommandant zur neuen sowjetischen Raumstation Saljut 6 mit misslungenem Andockmanöver (Sojus 25 / 1977), zweiter Flug als Kommandant zur Saljut 6 mit gelungener Kopplung an die Raumstation und Besuch von Sigmund Jähn im Rahmen des Interkosmos-Programm (Sojus 29 / 1978), dritter Flug als Kommandant zur Saljut 6 und sechste bzw. letzte Stammbesatzung der Raumstation (Sojus T-4 / 1981)